Rules Corner

In dieser Rubrik, werden wir euch immer wieder über Neuigkeiten rund um die Regularien auf dem Eis informieren. Da sich diese aber gerne mal unterscheiden, gelten diese Regeln ausschließlich für die VEHL1-5 und den Cup.

Neuerungen für die Saison 2016/17

1. Hybrid Icing

Ab der Saison 2016/17 wird auch in allen VEHLigen mit Hybrid Icing gespielt. Eine detaillierte Erklärung (auf Englisch) liefert die IIHF im Video, darunter die schriftliche Erklärung auf Deutsch:

Zur Saison 2014/15 wurde die Regel zum Unerlaubten Weitschuss (Icing) von der International Ice Hockey Federation (IIHF) modifiziert und das sogenannte „Hybrid-Icing“ eingeführt. Ziel ist es, das Spiel schneller und flüssiger zu machen sowie mehr Spielanteile in der jeweiligen Endzone zu erhalten. Gleichzeitig geht es aber auch darum, die Verletzungsgefahr im Rennen um den Puck zu senken. Der VEHV hatte in der vergangenen Saison noch eine Ausnahmeregelung, in der kommenden Saison wird aber definitiv in allen Ligen mit Hybrid-Icing gespielt.

Wichtig zur Erklärung der Neuerungen ist, dass alle alten und bekannten Kriterien zum Icing weiterhin gelten. Es kommt lediglich ein weiterer Grund hinzu, der zur Auflösung einer Icing-Situation führt. Der liegt dann vor, wenn in einem „Rennen“ um den „Icing“-Puck der angreifende Spieler eine günstigere Position zum Puck hat und diesen als erster erreichen kann. In einem solchen Fall löst er die Icing-Situation auf.

Im Zuge der Regeländerungen wurde zudem eine wichtige Begrifflichkeit geändert. Die Torlinie ist ab sofort nur noch der Bereich zwischen den beiden Torpfosten. Der Teil der Linie, der  vom jeweiligen Außenpfosten zur Seitenbande reicht, wird als Icing-Linie bezeichnet.

Eine Icing-Situation entsteht, wenn der Puck aus der eigenen Spielhälfte geschossen/gespielt wird. Überquerte der Puck die gegnerische Icing-Linie, ist das Icing vollendet. Der Linienrichter unterbricht das Spiel wegen Icings. Allerdings gab es bereits auch bisher Gründe, die zur Auflösung der Icing-Situation führten. Exemplarisch dafür stehen die Fälle, in denen der Puck für den gegnerischen/verteidigenden Spieler erreichbar war oder der gegnerische Torhüter seinen Torraum verließ. In diesen Fällen wurde das Icing vom vorderen Linienrichter ausgewunken und das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt.

Die Herausforderung für die Unparteiischen hat sich mit der modifizierten Icing-Regel vergrößert. Die Linienrichter müssen beim sogenannten Hybrid-Icing die Laufwege der Spieler sowie die Bahn des Pucks antizipieren.

Kommt es zu einem „Rennen“ um den Puck, besteht die Aufgabe der Linienrichter darin, zu beurteilen, ob der angreifende Spieler oder der verteidigende Spieler den Puck, der die Icing-Linie überquerte, zuerst erreichen könnte. Spätestens bis die Spieler die gedachte Linie auf Höhe der Anspielpunkte in der Endzone erreicht haben, muss der Linesman eine Entscheidung fällen. Könnte der Angreifer den Puck zuerst erreichen, wird die Situation freigegeben und das Spiel läuft weiter. Sieht der Linienrichter den Verteidiger besser positioniert, wird das Spiel unterbrochen, sobald der Puck die Icinglinie überquert hat.

Hat der Linesman die Situation zugunsten des angreifenden Spielers beurteilt, ist es in der Folge völlig unerheblich, welcher der Spieler den Puck tatsächlich als erster erreicht.

Maßgeblich für die Entscheidungsfindung der Linienrichter ist nicht, welcher Spieler näher zur Endbande ist, sondern welcher Spieler günstiger positioniert ist. Es kann durchaus vorkommen, dass der Angreifer, obwohl mehrere Meter hinter dem Verteidiger, die Scheibe zuerst erreichen könnte. Ein Beispiel für diesen Fall ist ein Puck, der wuchtig in die Rundung geschossen wurde und voraussichtlich auf der anderen Seite wieder herauskommen wird. Das so genanntes „wrap around play“.

Sollten nach Einschätzung des Schiedsrichters die Spieler in derselben günstigen Position zum Puck sein, wird das Spiel unterbrochen. Ein Unentschieden geht also zugunsten des verteidigenden Teams aus. Damit sollen Kollisionen an oder kurz vor der Endbande verhindert werden, da die Verletzungsgefahr dort aufgrund der hohen Geschwindigkeit sehr hoch ist. Wenn kein Rennen um den Puck entsteht, wartet der Linienrichter wie gewohnt ab, bis der Puck die Icing-linie überquert und unterbricht dann das Spiel.

Zusammenfassung

Eine Icing-Situation besteht, wenn das angreifende Team die Scheibe aus der eigenen Hälfte heraus spielt und dieser die Icing-Linie überquert.

Die Icing-Situation wird abgepfiffen wenn:

– kein Rennen um den Puck entsteht
– der Linienrichter den verteidigenden Spieler in der Position sieht, den Puck zuerst zu erreichen
– Verteidiger und Angreifer nach Einschätzung des Linienrichters in derselben günstigen Position zum Puck sind

Die Icing-Situation wird aufgehoben wenn:

– das verteidigende Team die Scheibe bereits vor dem überqueren der Icing-Linie leicht hätte aufnehmen können. Der sogenannte „erreichbare Puck“.
– der Torhüter den Torraum verlässt
– ein verteidigender Spieler den Puck vor der Icing-Linie berührte
– ein angreifender Spieler den Puck in der anderen Hälfte vor der Icing-Linie berührt
– der Linesman den angreifenden Spieler im Rennen um den Puck in der besseren Position sieht und auswinkt

Begriffe

Endbande: Die Endbande ist die kurze Seite der Spielfeldumrandung. Diese umfasst den Bereich (jenseits) hinter der Torlinie beziehungsweise Icing-Linie.

Icing-Linie: Die Icing-Linie umfasst den Bereich der schmalen roten Linie am Tor, der die Außenpfosten des Tores mit den Seitenbanden verbindet.

Rennen um den Puck: An einem „Rennen“ um den Puck muss mindestens ein Spieler von jedem Team beteiligt sein. Die Spieler müssen sich jedoch nicht in unmittelbarer Nähe zu einander bewegen.

Neuerungen für die Saison 2015/16

1. Spielzeit:

In der VEHL1 werden 3×20 Minuten brutto gespielt. Weiterhin sind in ALLEN Ligen die letzten beiden Spielminuten NETTO zu Spielen, unabhängig vom Spielstand und die Seiten müssen nach 30min gewechselt werden.

Neuerungen für die Saison 2014/15

1. Spielfeld:

Zunächst einmal die offensichtlichste Neuerung. Die Angriffsdrittel wurden entsprechend der IIHF Regel Nr. 112 deutlich vergrößert, nämlich um satte 1,53m pro Seite, sprich die blaue Linie ist näher zur Mitte gerückt (siehe Bild). Das macht nicht nur den Angriff leichter und gibt der Offense mehr Platz, auch Über-/Unterzahlsituationen werden jetzt nochmal deutlich spannender, haben die angreifenden Verteidiger doch viel mehr Platz zum Schießen.

Die Angriffsdrittel werden um 1,53m vergrößert.
Die Angriffsdrittel werden um 1,53m vergrößert.

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Bully:

Eine kleine Änderung gab es in Regel 442 – Face-Off. Der Spieler der verteidigenden Mannschaft soll beim Face-off in seiner eigenen Verteidigungszone als erster Spieler den Schläger aufs Eis setzen, unmittelbar gefolgt vom Schläger des Spielers der angreifenden Mannschaft. Verboten ist hier ab sofort das „Eindrehen“ nach dem Einwurf des Referees.

3. Spielzeit:

Es wird in allen Ligen eine einfache Hin- und Rückrunde gespielt. 2x 30min brutto, wobei die letzten 2 Spielminuten netto gespielt werden, d.h. hier wird bei einem Pfiff des Schiedsrichter die Zeit gestoppt. Bei Unentschieden nach Regulärer Spielzeit erfolgt nach einer zweiminütigen Pause ohne Eisreinigung ein Penaltyschießen nach ÖEHV-Regeln (DÖM2012/13, §3/3). Max. 10 Schützen ansonsten Unentschieden. Für den Cup gilt das selbe, mit der Ausnahme, das es hier klarerweise kein Unentschieden geben darf.

4. Rangordnung

Teil J: IIHF Regel 611

Die Einstufung der Mannschaften innerhalb eines Wettkampfes erfolgt nach der Anzahl der von ihnen erzielten Punkte.

Für den Fall, dass bei einer Einstufung zwei oder mehrere Mannschaften die gleiche Punkteanzahl haben, gelten folgende Bestimmungen.

(1) Haben zwei Teams dieselbe Punkteanzahl, so entscheidet das direkte Duell.

(2) Haben drei oder mehr Teams dieselbe Punkteanzahl, so wird eine Untergruppe dieser Teams gebildet, und die Punkte der direkten Duelle dieser Teams entscheiden über die Rangordnung.

(3) Besteht noch immer Gleichheit, dann entscheidet das Torverhältnis der direkten Begegnungen. Dabei wird die Anzahl der Tore die gegen eine Mannschaft erzielt wurde, von den von der gleichen Mannschaft erzielten Tore abgezogen. Die Mannschaft mit dem größten positiven Überschuss bzw. dem kleinsten negativen Unterschied hat den Vorzug.

(4) Besteht noch immer Gleichheit, dann hat die Mannschaft, die in den direkten Begegnungen mehr Tore erzielte, den Vorzug.

(5) Sollten die Teams immer noch gleichauf liegen, werden die Resultate gegen das nächst bestplatzierte Team herangezogen. Das Team mit dem besten Ergebnis (1.Punkte, 2. Tordifferenz, 3. meist erzielten Tore) erhält den Vorzug.

(6) Sollten die Teams immer noch gleichauf liegen, so werden die Resultate gegen das nächst bestplatzierte Team herangezogen.

(7) Dieses Prozedere wird solange weitergeführt, bis sich nur mehr zwei Teams im Gleichstand befinden. Das Spiel dieser zwei Teams wird als Entscheid über die Platzierung herangezogen, da dieses Spiel nicht mit einem Unentschieden enden konnte.