Rules Corner

In dieser Rubrik, werden wir euch immer wieder über Neuigkeiten rund um die Regularien auf dem Eis informieren. Da sich diese aber gerne mal unterscheiden, gelten diese Regeln ausschließlich für die VEHL.

Wissenswertes für Spieler und Vereine

Frage Antwort
FREIGABE
Allgemeines Der VEHV empfiehlt jedem Spieler und Verein detaliert Buch über vereinsinterne Verkäufe und Kaufabsichten zu führen um bei möglichen Streitigkeiten Beweise vorlegen zu können. Dieses System gilt explizit nur für Spieler die zum Zeitpunkt des Streitfalls ordentlich gemeldet waren..
Wann brauche ich eine Freigabe? Eine Freigabe braucht man dann, wenn man den Verein, bei dem man in der VEHL gemeldet war, verlässt und zu einem anderen Verein innerhalb der VEHL wechselt.
Wer kann eine Freigabe erteilen? Grundsätzlich jede vertretungsbefugte Person des ehemaligen Vereins, also ein Vorstandsmitglied oder die dem VEHV gegenüber gemeldete Ansprechperson.
Aus welchen Gründen kann mir eine Freigabe verwehrt werden? Immer dann, wenn offene Rechnungen zwischen Verein und Spieler bestehen. Hier ist es sehr zu empfehlen, gegenseitig Rechnungen zu verlangen, bzw. bei Vereinsinternen Verkäufen auf Unterschriften zu bestehen. Liegen keine Beweise vor, die eine Verweigerung der Freigabe untermauern, muss dem Spieler die Freigabe erteilt werden. Notfalls wird der VEHV mittels internem Gremium eine Entscheidung über die Spielberechtigung fällen. Es ist nicht erlaubt, die Freigabe ohne Angabe von Gründen zu verwehren oder den Freigabeprozess unbegründet in die Länge zu ziehen.
Was bedeutet es, wenn ich keine Freigabe erhalte? Solange keine Freigabe erteilt (oder vom VEHV erwirkt) wurde, darf der betreffende Spieler an keinem Meisterschaftsspiel teilnehmen.
STRAFEN
3 Disziplinarstrafen (MISC)  € 50,-
2 Spieldauerdisziplinarstrafen (GA-MI)  € 50,-
Matchstrafe (MATCH) Entscheidung durch MOBA-Referent mit Hilfe der Disziplinarordnung des ÖEHV
SPIELBERECHTIGUNG
Darf ich in zwei VEHL Teams spielen? Nein, ausgenommen sind Kooperationen und Farmteams, die eigenen Regeln unterstellt sind. Kooperationen müssen bis 1. Oktober bekanntgegeben werden und dürfen nur zwischen zwei Teams bestehen, die durch eine Liga getrennt sind  Es dürfen 4+1 Spieler namentlich gemeldet und eingesetzt werden, die nicht auf der Cutoff-Liste mit den besten 10+1 Spielern der Vorsaison stehen. Farmteams tragen den selben Namen wie ihr Stammverein mit entsprechendem Zusatz. Außerdem gibt es eigenen Regeln für U24/U20 und sonstige Nachwuchsspieler, zu lesen in den aktuellen TDB.
Darf ich in einem VEHL und in einem Nicht-VEHL Team spielen? Nein, ausgenommen sind Hobbyligen die keinem Verband unterstehen.

Neuerungen für die Saison 2016/17

1. Hybrid Icing

Ab der Saison 2016/17 wird auch in allen VEHLigen mit Hybrid Icing gespielt. Eine detaillierte Erklärung (auf Englisch) liefert die IIHF im Video, darunter die schriftliche Erklärung auf Deutsch:

Zur Saison 2014/15 wurde die Regel zum Unerlaubten Weitschuss (Icing) von der International Ice Hockey Federation (IIHF) modifiziert und das sogenannte „Hybrid-Icing“ eingeführt. Ziel ist es, das Spiel schneller und flüssiger zu machen sowie mehr Spielanteile in der jeweiligen Endzone zu erhalten. Gleichzeitig geht es aber auch darum, die Verletzungsgefahr im Rennen um den Puck zu senken. Der VEHV hatte in der vergangenen Saison noch eine Ausnahmeregelung, in der kommenden Saison wird aber definitiv in allen Ligen mit Hybrid-Icing gespielt.

Wichtig zur Erklärung der Neuerungen ist, dass alle alten und bekannten Kriterien zum Icing weiterhin gelten. Es kommt lediglich ein weiterer Grund hinzu, der zur Auflösung einer Icing-Situation führt. Der liegt dann vor, wenn in einem „Rennen“ um den „Icing“-Puck der angreifende Spieler eine günstigere Position zum Puck hat und diesen als erster erreichen kann. In einem solchen Fall löst er die Icing-Situation auf.

Im Zuge der Regeländerungen wurde zudem eine wichtige Begrifflichkeit geändert. Die Torlinie ist ab sofort nur noch der Bereich zwischen den beiden Torpfosten. Der Teil der Linie, der  vom jeweiligen Außenpfosten zur Seitenbande reicht, wird als Icing-Linie bezeichnet.

Eine Icing-Situation entsteht, wenn der Puck aus der eigenen Spielhälfte geschossen/gespielt wird. Überquerte der Puck die gegnerische Icing-Linie, ist das Icing vollendet. Der Linienrichter unterbricht das Spiel wegen Icings. Allerdings gab es bereits auch bisher Gründe, die zur Auflösung der Icing-Situation führten. Exemplarisch dafür stehen die Fälle, in denen der Puck für den gegnerischen/verteidigenden Spieler erreichbar war oder der gegnerische Torhüter seinen Torraum verließ. In diesen Fällen wurde das Icing vom vorderen Linienrichter ausgewunken und das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt.

Die Herausforderung für die Unparteiischen hat sich mit der modifizierten Icing-Regel vergrößert. Die Linienrichter müssen beim sogenannten Hybrid-Icing die Laufwege der Spieler sowie die Bahn des Pucks antizipieren.

Kommt es zu einem „Rennen“ um den Puck, besteht die Aufgabe der Linienrichter darin, zu beurteilen, ob der angreifende Spieler oder der verteidigende Spieler den Puck, der die Icing-Linie überquerte, zuerst erreichen könnte. Spätestens bis die Spieler die gedachte Linie auf Höhe der Anspielpunkte in der Endzone erreicht haben, muss der Linesman eine Entscheidung fällen. Könnte der Angreifer den Puck zuerst erreichen, wird die Situation freigegeben und das Spiel läuft weiter. Sieht der Linienrichter den Verteidiger besser positioniert, wird das Spiel unterbrochen, sobald der Puck die Icinglinie überquert hat.

Hat der Linesman die Situation zugunsten des angreifenden Spielers beurteilt, ist es in der Folge völlig unerheblich, welcher der Spieler den Puck tatsächlich als erster erreicht.

Maßgeblich für die Entscheidungsfindung der Linienrichter ist nicht, welcher Spieler näher zur Endbande ist, sondern welcher Spieler günstiger positioniert ist. Es kann durchaus vorkommen, dass der Angreifer, obwohl mehrere Meter hinter dem Verteidiger, die Scheibe zuerst erreichen könnte. Ein Beispiel für diesen Fall ist ein Puck, der wuchtig in die Rundung geschossen wurde und voraussichtlich auf der anderen Seite wieder herauskommen wird. Das so genanntes „wrap around play“.

Sollten nach Einschätzung des Schiedsrichters die Spieler in derselben günstigen Position zum Puck sein, wird das Spiel unterbrochen. Ein Unentschieden geht also zugunsten des verteidigenden Teams aus. Damit sollen Kollisionen an oder kurz vor der Endbande verhindert werden, da die Verletzungsgefahr dort aufgrund der hohen Geschwindigkeit sehr hoch ist. Wenn kein Rennen um den Puck entsteht, wartet der Linienrichter wie gewohnt ab, bis der Puck die Icing-linie überquert und unterbricht dann das Spiel.

Zusammenfassung

Eine Icing-Situation besteht, wenn das angreifende Team die Scheibe aus der eigenen Hälfte heraus spielt und dieser die Icing-Linie überquert.

Die Icing-Situation wird abgepfiffen wenn:

– kein Rennen um den Puck entsteht
– der Linienrichter den verteidigenden Spieler in der Position sieht, den Puck zuerst zu erreichen
– Verteidiger und Angreifer nach Einschätzung des Linienrichters in derselben günstigen Position zum Puck sind

Die Icing-Situation wird aufgehoben wenn:

– das verteidigende Team die Scheibe bereits vor dem überqueren der Icing-Linie leicht hätte aufnehmen können. Der sogenannte „erreichbare Puck“.
– der Torhüter den Torraum verlässt
– ein verteidigender Spieler den Puck vor der Icing-Linie berührte
– ein angreifender Spieler den Puck in der anderen Hälfte vor der Icing-Linie berührt
– der Linesman den angreifenden Spieler im Rennen um den Puck in der besseren Position sieht und auswinkt

Begriffe

Endbande: Die Endbande ist die kurze Seite der Spielfeldumrandung. Diese umfasst den Bereich (jenseits) hinter der Torlinie beziehungsweise Icing-Linie.

Icing-Linie: Die Icing-Linie umfasst den Bereich der schmalen roten Linie am Tor, der die Außenpfosten des Tores mit den Seitenbanden verbindet.

Rennen um den Puck: An einem „Rennen“ um den Puck muss mindestens ein Spieler von jedem Team beteiligt sein. Die Spieler müssen sich jedoch nicht in unmittelbarer Nähe zu einander bewegen.